2.1.2. DISG-Lehrstile

Lehren beschreibt die Tätigkeit einer Person,

  • jemanden einen Inhalt zu erklären,
  • jemanden anzuleiten etwas zu tun oder
  • jemanden Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln.

 

Auch hier gibt es vier verschiedene Lehrpräferenzen:

 

Einführung in den Test:

Der Lehrstil hängt eng mit der Persönlichkeit zusammen. Jede Person wird in einer lehrenden Position automatisch…

 

D: ziel- und ergebnisorientierter Lehrstil

  • Vermittlung von Expertenwissen
  • Ziel: Selbstständiges Arbeiten, Verantwortung und die Bereitschaft Aufgaben zu übernehmen

 

  • Lehrziel: Selbstständiges Arbeiten; Verantwortung und die Bereitschaft, Aufgaben zu übernehmen.
  • Methodik: Projektorientiertes Arbeiten; Lernende sollen ihre Leistungen selbst beurteilen; möchte motivieren über Anreize wie Lob und Anerkennung; bereitet Unterricht sehr gut vor; Wettbewerb und Kooperation sind wichtig.
  • Erwartungen an Lernende: Lernende sollen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ausbauen; sich kurz und genau artikulieren; sollen ihren Lehrer aufgrund seiner Erfahrungen und Kompetenz respektieren; sollten mit voller Aufmerksamkeit und Energie bei der Sache sein; ein hohes Qualitätsniveau zu erreichen und zu halten ist sehr wichtig.
  • Darauf sollten sie achten: beachten, dass mögliche Gewinne nicht jeden motivieren; die persönlichen Interessen der Lernenden berücksichtigen; persönliche Gespräche und Feedback anbieten, wenn Lernende dies wünschen; zwar fordernde Aufgaben stellen, aber auch darauf achten, die Lernenden nicht zu überfordern; Unterschiede akzeptieren und nicht alle gleich behandeln.

I: interaktiver Lehrstil

  • Ziel: Kreativität und Emotionen entfachen
  • Veranschaulichung der Sachverhalte

 

  • Lehrziel: Kreativität und Emotionen entfachen
  • Methodik: arbeitet viel mit Beispielen; zeigt Emotionen und versucht andere anzustecken, fördert die soziale und fachliche Kompetenz seiner Schüler; das vermittelte Wissen soll das Selbstbewusstsein stärken und dabei helfen, Probleme zu lösen; bezieht die Lernenden bei der Unterrichtsplanung mit ein; eine gute Beziehung zu seinem Schüler ist ihm sehr wichtig; geht auf jeden Einzelnen spezifisch ein.
  • Erwartungen an Lernende: erwartet, dass die Motivation zu lernen von innen kommt; Lernende sollen sich in Gruppen integrieren und sich kooperativ verhalten; sollen offen zum Lehrer sein und seine Gefühle äußern; geht davon aus, dass Lernende selbstbewusster werden wollen.
  • Darauf sollten sie achten: angemessenes Feedback geben; sich nicht in Emotionen verlieren; die Wichtigkeit von Organisation und Planung nicht missachten; kritische Aussagen von Lernenden nicht als persönliche Kritik ansehen; darauf achten, die erfolgreicheren Lernenden nicht zu bevorzugen.

 

 

S: fürsorglich-helfender Lehrstil

  • Ermutigung und Unterstützung
  • Ziel: Förderung des Lernenden

 

  • Lehrziel: Förderung des Lernenden
  • Methodik: Ist ein freundliches Lernklima wichtig; bietet Unterstützung an; setzt auf systematische Lehrpläne mit mehrfacher Wiederholung der Inhalte; geht auf individuelle Unterschiede der Schüler ein; bereitet seinen Unterricht sehr ausführlich und zuverlässig vor; freut sich über Feedback der Lernenden um sich selbst zu verbessern.
  • Erwartungen an Lernende: Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit; erwartet, dass Lernende auf ihn zukommen, wenn sie Hilfe brauchen; Respekt; geht davon aus, dass die Motivation des Lernenden von innen (persönliche Entwicklung) und von Außen (Belohnung) kommt.
  • Darauf sollten sie achten: persönliche Beispiele der Lernenden in den Unterricht integrieren; eher chaotische Schüler dabei unterstützen, ihre Gedanken zu systematisieren; die Organisation des Unterrichts für die Lernenden nachvollziehbar erklären; Möglichkeit zum Experimentieren und Ausprobieren geben; nicht zu sehr auf Einzelne eingehen, sodass der Rest darunter leidet.

 

 

G: faktenorientierter Lehrstil

  • Einhaltung von Regeln
  • Ziel: Systematische Wissensvermittlung durch sachliche Analysen und Fakten

 

  • Lehrziel: systematische Wissensvermittlung durch sachliche Analysen und Fakten
  • Methodik: Vermittelt Fakten und Fachwissen; vermittelt Wissen in erster Linie durch Vorträge und gezieltes Nachfragen; nutzt gerne praxisnahe Beispiele; strukturiert den Unterricht sorgfältig durch; motiviert die Lernenden durch genaue Zielvorgaben und regelmäßiges Feedback; kommuniziert sehr taktvoll mit den Lernenden; setzt auf regelmäßige Prüfungen zur Kontrolle des Lernerfolges.
  • Erwartungen an Lernende: sollen sich an die Regeln halten; sich selbstständig und eigenverantwortlich auf den Unterricht vorbereiten; sich beim Lehrenden melden, wenn sie Gesprächsbedarf haben; sollen sich anstrengen, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen.
  • Darauf sollten sie achten: die Lernenden nicht zu häufig kritisieren; flexibel auf verschiedene Persönlichkeiten eingehen; keine zu hohen Ziele ansetzen, sondern diese an den Stand der Lernenden anpassen; Raum für Projektarbeit und Diskussionen lassen; durch viele Prüfungen schwächere Schüler nicht zu sehr unter Druck setzen; darauf achten, dass sie Lernenden auch „für sich selbst“ und nicht nur für den Test lernen.
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